Sommerlager 2018 auf dem Schachen

Erschienen am 11. August 2018 in Allgemein

Benjamin Dörich

 

Nach dem kleinen, aber feinen Sommerlager letztes Jahr, konnten wir dieses Jahr mehr als doppelt so viele Kinder für unser Sommerlager motivieren. Gleich zu Beginn der Sommerferien ging es am Samstag mit den Autos in Richtung Schwäbische Alb zum vcp-Zeltplatz auf dem Schachen. Dort angekommen hieß es zunächst Ausladen und Aufbauen. Das gestaltete sich zuerst trickreich, da unser Platz etwas kleiner und verwinkelter war als gedacht. Nach etwas Herumprobieren aber fanden wir eine ideale Verteilung unserer Zelte und konnten uns für eine Woche Spaß und Abenteuer einrichten. Am ersten Abend wurden wir dann auch direkt von einer Gesandtschaft des ansässigen Königs begrüßt, der uns mitteilte, dass wir uns erst einmal die Gunst des Königs erarbeiten müssen.

Am nächsten Tag machten wir uns direkt daran, unser Ritterlager aufzubauen. Dazu gestalteten wir eigene T-Shirts mit ritterlichen Motiven, bastelten Amulette aus Ton und brannten unser Logo in Leder. Auch ein eigenes Stadttor durfte nicht fehlen. Mit vereinten Kräften errichteten wir einen richtigen Eingang zu unserem Zeltplatz, an dem dann sogar unsere Flaggen Platz fanden.

Gleich am Dienstagmorgen erhielten wir eine Einladung auf die Burg des Königs, Burg Derneck. Er kündigte direkt eine große Überraschung an, sodass wir keine Mühen scheuten uns durch die Hitze zu seiner Burg zu begeben. Oben angekommen wurden wir zunächst mit einer wunderschönen Aussicht belohnt, ehe unsere angehenden Jufis unerwartet die Augen verbunden bekamen. Es stand nämlich der Stufenwechsel an. Durch ein Spinnennetz hindurch mussten sie gemeinsam den Übergang von den Wölflingen zu den Jungpfadfindern schaffen. Auf der anderen Seite angekommen warteten dann schon die künftigen Stufenkameraden mit den neuen blauen Halstüchern.

Ein Highlight des Lagers stand am kommenden Morgen dann schon vor der Tür. Nachdem wir morgens noch etwas Programm in den neuen Stufen gemacht haben, brachen wir am Nachmittag auf zum Fluss Lauter, um auf ihr eine Runde mit den Kanus zu fahren. Dort machte sich leider sehr bemerkbar, dass das Wetter die letzten Tage so gut war. Gerade die schwerer beladenen Kanus saßen häufiger auf. Schade war, dass wir an diesem Tag unseren Vorstand Yannis verabschieden mussten.  Wir wünschen ihm viel Spaß in seinem Auslandssemester und hoffen, dass er etwas Sonne aus dem Lager mit nach Norwegen nehmen konnte.

Nach so viel Programm in den letzten Tagen war der heiß ersehnte Schwimmbadtag gekommen. Wir besuchten das nahegelegene Freibad in Münsingen und verbrachten dort fast den ganzen Tag. Wir waren uns sicher, dass danach alle Kinder wieder sauber waren. Gegen Ende des Lagers besuchten wir die etwas weiter entfernte Bärenhöhle. Dort konnten wir viele imposante Tropfsteine sehen, aber auch ein echtes Bärenskelett. Nach einem kleinen Zwischenstopp für Eis entschieden wir uns dann noch spontan Schloss Lichtenstein anzusehen, ein Märchenschloss fast wie Neuschwanstein.

Am letzten ganzen Tag unseres Aufenthaltes konnten die Jufis noch etwas Neues lernen. Beim Besuch des Schokoladenmuseums erfuhren sie viel über die Entstehung und Produktion von Schokolade. Natürlich durfte hier am Ende eine kleine Kostprobe nicht fehlen. Zum Abschluss des Lagers wurde abends dann ein großes Rittermahl mit Rippchen, Hähnchenkeulen und vielen weiteren Leckereien aufgetischt. Die größeren Kinder durften den letzten Abend dann sogar unter freiem Himmel schlafen. An dieser Stelle sei nochmals der Küche für ihre herausragende Arbeit die ganze Woche über von ganzem Herzen gedankt.

Letzten Samstag hieß es dann aber auch schon wieder Zelte abschlagen und die Heimreise antreten. Nachdem alle Zelte verpackt und im Hänger verstaut waren, stand noch unsere obligatorische Müllkette an, um dafür zu sorgen, dass unser Platz in einem ordentlichen Zustand wieder übergeben werden konnte.

Am Parkplatz in Bruchsal angekommen konnten alle Eltern ihre vermutlich etwas müden Kinder wieder in Empfang nehmen. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam „Nehmt Abschied Brüder“ und verabschiedeten uns bis nach den Sommerferien. Wir hoffen, dass alle mindestens genauso viel Spaß hatten wie wir Leiter und freuen uns schon tierisch auf das Sommerlager im nächsten Jahr.

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